Eure Seite 1

Diese Seite ist für Euch und Eure Hunde - bzw. Tiergeschichten!

Bitte sendet mir Eure Geschichten in Form einer Mail , ich werde Sie dann hier gerne  für Euch veröffendlichen !

 

 

Ich hoffe auf Eure rege Beteiligung....denn nur mit Eurer Hilfe wird diese Seite erst richtig schön !

Ich freue mich über Jeden Beitrag von Euch ! Wer keinen Hund als Haustier hat braucht auch nicht traurig sein, denn diese Seite ist auch für andere Tiere und Ihre Geschichten  ....also immer her damit !

Liebe Grüße Eure Shiva   

 Hallo, liebe Shiva!

 

Ich habe von meinem Frauchen Deine Geschichte gehört und war ganz gerührt!

Du hast es ja wirklich gut getroffen mit Deinen Menschen!

Welch großes Glück für Dich, dass Du schon als Baby Dein neues Zuhause gefunden hast! Es wurde aber auch höchste Zeit für Dich, dass Du endlich lernen konntest, dass Deine Welt nicht nur aus einem Pferdeanhänger besteht, sondern dass es Menschen gibt, die Dir alle Grundrechte eines Lebewesens einräumen!

 

Ich habe vergessen, wie meine Welpenzeit war und weiß nur, dass ich schon mal als Baby mit meinen Geschwistern im Tierheim war. Wir alle hatten ein Zuhause gefunden, doch dann landete ich irgendwann mit 11 Monaten wieder in diesem Tierheim in Großhansdorf.

Immerhin war das noch besser, als bei meinem früheren Herrn, der mich nicht besonders gut behandelt hatte.

Ganz dürr war ich und ziemlich ungepflegt, vor allem aber war ich ganz doll verängstigt.

 

Und da stand an einem regnerischen Sonntag eine Frau vor dem Gitter und sprach mit dem Tierheim-Leiter.

Alle anderen fünf Hunde-Kollegen und auch ich standen erwartungsvoll da und jeder von uns war gespannt, was nun wohl passieren würde. Das war vielleicht ein Gedrängel! Jeder wollte ganz vorne stehen. Die anderen Hunde-Kollegen waren alle zwar nicht jünger als ich, aber viel, viel kleiner und ich wußte, dass kleinere Hunde weitaus größere Chancen haben, ein neues Herrchen und Frauchen zu finden.

Du mußt nämlich wissen, dass ich eine Mischung bin zwischen einem Irish Wolf und einem Schäferhund. Kannst Du Dir vorstellen, wie lang meine Beine sind?

Diese Frau schien sich für mich zu interessieren, meinte aber, dass ich wohl doch zu groß wäre für ihre kleine Wohnung.

Und dann ging sie wieder, weil sie noch nachdenken wollte.

Ich konnte sehen, wie sie sich in ihr Auto setzte, aber nicht fort fuhr.

Nach 1/2 Stunde stieg sie aber wieder aus und klingelte nochmals am Tor.

Und stell Dir vor: Nach weiteren ca 20 Minuten wurde ICH aus der Hunde-Kollegen-Gruppe herausgeholt, bekam ein Halsband und eine Leine um, die dann genau dieser Frau in die Hände gedrückt wurde.

Ich wußte gar nicht, was jetzt mit mir passieren sollte und trottete halt einfach mal mit. Die Frau ging mit mir in den anliegenden Wald, aber ich wollte nicht spazieren gehen, sondern einfach nur weg, weg, weg aus dieser Gegend.

Da führte mich die Frau zu ihrem Auto und kaum war die Tür geöffnet, sprang ich hinein.

Ich wurde plötzlich ganz ruhig, als ich merkte, dass dieses Auto losfuhr, sah Tränen in den Augen dieser Frau und hörte auf ihre Stimme:"Wir fahren jetzt nach Hause, mein Armer. Du sollst es gut haben und wir werden uns ganz bestimmt aneinander gewöhnen."

 

Und dann waren wir da. Mein neues Frauchen führte mich zunächst mal in den Garten und ließ mich alles durchschnuppern. Und dann stand da plötzlich der Sohn dieser Frau in der Haustür und ich sah, wie er die Hände über den Kopf zusammenschlug: "Um Gottes Willen, Mama, was ist denn das für ein struppiges Etwas!"

 

Mein neues Frauchen nahm mich aber ganz einfach mit in die Wohnung, stellte mir frisches Wasser zu trinken bereit und setzte sich ins Wohnzimmer.

Ich sah mir mein neues Zuhause an und hörte, wie mein neues Frauchen ihrem Sohn erzählte, weshalb sie sich für mich entschieden hatte und nur MICH wollte. Ich war nämlich der Hässlichste unter all den anderen Hunden und sah am erbärmlichsten aus mit meinen langen dünnen Beinen und dem ungepflegten, struppigen Fell, unter dem sich alle meine Rippen abzeichneten. Und eigentlich wollte sie mich erst am Montag aus dem Tierheim abholen, wenn sie alles vorbereitet hätte, denn sie hatte weder Leine noch Halsband noch Futter- und Trinkgefäße und schon gar nichts zu Fressen für mich zu Hause. Aber der Tierheim-Leiter hat ihr alles mitgegeben. Ganz sicher wollte er mich dringend vermitteln und hätte wohl befürchtet, dass mein Frauchen vielleicht doch nicht wiedergekommen wäre, weil sie sich nochmal gut überlegt hätte, ob es die richtige Entscheidung wäre, ausgerechnet mich zu sich zu holen.

Dies war dann auch der Zeitpunkt, dass ich zu ihr auf die Couch kletterte und mich an sie schmiegte, meinen Kopf auf ihren Schoß.

Und dann kam mein neues Herrchen. Ich spürte, dass ich mich wohl auch irgendwie mit ihm arrangieren müßte, obwohl ich eigentlich eine höllische Angst vor Männern hatte.

Aber ich merkte, dass auch er nicht unbedingt begeistert von mir war.

Mir war das alles irgendwie erstmal egal. Ich war total müde und erschöpft und brauchte erstmal eine gute Woche, bis ich einigermaßen zu Kräften gekommen war.

Zwischenzeitlich hatte ich alles da, was ein Hund halt so braucht: Meine eigenen Futternäpfe, die man in der Höhe verstellen kann, damit ich mich nicht bücken muß, ein schönes Halsband und eine Leine, die ich heute noch besitze und eine herrlich gemütliche Matratze, die ganz dicht neben Frauchen's Bett steht, immer mit einem sauberen Spannbettlaken bezogen und darauf noch ein kuscheliges Fell.

Nun bin ich bereits 6 Jahre bei meinen Menschen und ein rechter Prachtbursche geworden, wie der Tierarzt meint.

Und die ganze Familie liebt mich inzwischen abgöttisch, so wie auch ich sie alle mit meiner Hundeseele liebe.

Es war allerdings gut 1 1/2 Jahre eine ziemlich schwierige Zeit für uns alle: 

Noch bevor ich 1 Jahr alt wurde, mußte ich kastriert werden, weil ich ziemlich verrückt nach den Hundedamen war und außerdem immer den Drang hatte der Boss zu sein. Und ich hatte an den Vorderbeinen sogenannte Wolfs- oder Afterkrallen, die dabei gleich entfernt werden mußten, weil die Gefahr bestand, dass sie ins Fleisch hineinwucherten oder ich sie mir abreißen konnte. Und weil ich so sehr dürre Beine hatte, war da nicht ausreichend Haut zum Nähen, sodass die Nähte immer wieder aufzureißen drohten und sich entzündeten.

Mein Frauchen hat mehrere Wochen viel Mühe damit gehabt und mich täglich 2 mal verbinden müssen.

Und dann habe ich in meiner Angst vor Männern und in meinem Willen, dass dieses liebe Frauchen nur mir alleine gehören sollte, die Söhne gebissen.

Überhaupt habe ich nach allen Händen geschnappt, die über meinem Kopf herumflatterten, besonders nach Männer- und Kinderhänden.

Stell Dir vor, das ist jetzt alles vorbei!

Ich habe gelernt, dass alle schlimmen Erfahrungen mit Männern und Kindern der Vergangenheit angehören und ich bin inzwischen sicher, dass mein Frauchen höllisch aufpasst, dass niemand mehr mir irgendein Leid antut.

Wenn man mir Zeit gibt, gehe ich freiwillig zu anderen Menschen und lasse mich streicheln, obwohl kleine Kinder mich noch immer etwas nervös machen.

Aber mein Frauchen achtet darauf, dass mir diese Unruhegeister nicht zu nahe kommen.

Und ich habe ganz viel andere Dinge gelernt: Ich kann super an der Leine gehen, setze und lege mich, wenn man mir dies sagt, laufe zuverlässig am Fahrrad mit, ohne plötzlich hinter Katzen und Eichhörnchen herzujagen und mein Frauchen vom Fahrrad zu reißen und komme sofort beim Herumstöbern zu meinem Frauchen zurück, wenn sie pfeift. Und wenn ich im Park vorangehe und sich dann Wege kreuzen, gehe ich in die Richtung, die mein Frauchen mir ohne Worte anzeigt.

Ich würde für meine Menschen mein Leben geben, so sehr liebe ich sie!

Und alle meine Menschen sagen und zeigen mir immer wieder, wie sehr sie mich lieben!

Und irgendwann werden auch wir alle über die Regenbogenbrücke gehen und ewig zusammenbleiben können!

 

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